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Die Freien Wähler im Landkreis Roth blickten bei ihrer Hauptversammlung auf ein ereignisreiches und politisch intensives Jahr zurück. Neben Totengedenken, Berichten aus den kommunalen Gremien sowie einem umfassenden Rückblick auf die Kommunalpolitik standen insbesondere die personellen Entwicklungen und die politische Lage im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Die Kreisvorsitzende Stefanie Schmauser-Nutz eröffnete die Versammlung und begrüßte die Mitglieder. In den Grußworten wurde die Arbeit der kommunalen Mandatsträger gedankt.
Ein besonderer Dank galt der gesamten Vorstandschaft für ihr großes Engagement in den vergangenen Jahren. Ebenso wurden alle Kandidatinnen und Kandidaten der vergangenen Wahlen ausdrücklich gewürdigt und den gewählten Vertreterinnen und Vertretern gratuliert.
Im Mittelpunkt des Rechenschaftsberichts stand die zurückliegende Kommunalwahl. Die Freien Wähler konnten dabei einen deutlichen Generationswechsel und „frischen Wind“ verzeichnen. Besonders erfreulich sei der gestiegene Frauenanteil innerhalb der kommunalen Gremien.
Mit Stolz blickte die Kreisvereinigung auf das Wahlergebnis: Die Freien Wähler erreichten die zweitmeisten Stimmen im Landkreis und sind mittlerweile in jeder Kommune vertreten. Einen wesentlichen Anteil daran habe auch die moderne Öffentlichkeitsarbeit gehabt. Besonders die verstärkte Nutzung sozialer Medien sowie neue digitale Kommunikationsformen hätten erheblich zur Sichtbarkeit beigetragen.
In diesem Zusammenhang konnte mit Jürgen Joos, das bislang unbesetzte Amt des Pressereferenten, neu besetzt werden. Die Kreisvereinigung sieht darin einen wichtigen Schritt, um die Öffentlichkeitsarbeit der Freien Wähler künftig noch professioneller und sichtbarer zu gestalten.
Großen Dank sprach der stellvertretende Kreis- und Fraktionsvorsitzende Helmut Bauz Walter Schnell aus, der über mehr als 30 Jahre als stellvertretender Landrat Verantwortung übernommen hatte. Auch wenn er nicht mehr zur Wahl des Landratsvertreters antrat, wird er seine Ämter als Bezirks- und Kreisrat weiterhin engagiert ausüben.
Helmut Bauz berichtet inhaltlich intensiv über den Kreis und insbesondere über die Zukunft des Landkreises. Diskutiert werde unter anderem die Verkehrsplanung und das neue Schnellbuslinienkonzept mit mehreren Achsenverbindungen im Landkreis. Kritisch wurde angemerkt, dass sich derzeit insbesondere die Verbindung Allersberg–Roth in der Diskussion befinde und für den Erhalt von Linien ein Mindestmaß an Schülerzahlen erforderlich sei.
Weitere zentrale Themen waren der kommunale Wohnungsbau, die Zusammenarbeit innerhalb des Kreistags sowie die zukünftige Entwicklung und Sicherung des Kreiskrankenhauses. Trotz der veränderten Mehrheitsverhältnisse betonten die Freien Wähler ihren Anspruch auf Zusammenarbeit und Verhandlungen „auf Augenhöhe“, immer mit Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Landkreises.
Als wichtige Zukunftsfelder wurden außerdem regenerative Energien, die kommunale Wohnungsbaugesellschaft, sowie interkommunale Kooperationen genannt. Dabei sprachen sich die Freien Wähler gegen übermäßiges „Kirchturmdenken“ aus und warben für stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Region.
Auch aus dem Bezirkstag wurde durch Walter Schnell berichtet. Über den Bezirk hinweg habe sich die Zahl der Freie-Wähler-Mandate positiv entwickelt. Themen wie nachhaltige Geldanlagen, soziale Leistungen, Inklusion sowie Umweltfragen würden weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Besonders die steigenden Ausgaben in der Eingliederungshilfe und im sozialen Bereich seien große Herausforderungen für die kommunalen Haushalte.
Im anschließenden Kassenbericht wurde den Mitgliedern eine solide finanzielle Situation bestätigt. Die Kassenprüfer Eugen Börschlein sowie Peter Weidner attestierten Paula Medl eine exzellente Kassenführung. Durch Spenden der Mitglieder, Rückvergütungen und Wahlkampfzuschüsse der FW Bayern konnten die Aktivitäten der vergangenen Monate erfolgreich finanziert werden.
Zum Abschluss der Hauptversammlung betonte die Kreisvorsitzende Stefanie Schmauser-Nutz den großen Zusammenhalt innerhalb der Freien Wähler und zeigte sich optimistisch für die kommenden politischen Aufgaben im Landkreis Roth.