19.05.2025
Freie Wähler setzen sich für den Erhalt der Geburtshilfe in Roth ein

Die überraschende Ankündigung der Schließung der Entbindungsstation im Kreiskrankenhaus Roth zum 1. November 2025 hat im gesamten Landkreis große Bestürzung ausgelöst. Als Grund für diesen drastischen Schritt wird die Überbelastung der Belegärzte in der gynäkologischen Abteilung genannt. Für die Freien Wähler ist diese Entwicklung nicht hinnehmbar – wir setzen uns mit Nachdruck für den Erhalt der Geburtshilfe in Roth ein.

„Diese Nachricht kam für uns wie ein Paukenschlag. Die Entbindungsstation ist ein zentraler Bestandteil der medizinischen Daseinsvorsorge im Landkreis. Ihre Schließung würde nicht nur werdende Eltern treffen, sondern das Vertrauen in die regionale Gesundheitsversorgung insgesamt erschüttern“, erklären Stefanie Schmauser, Kreisvorsitzende und Kreisrätin der Freien Wähler im Landkreis Roth und Thomas Schneider, Fraktionssprecher der Freien Wähler in ihrer gemeinsamen Erklärung. „Wir haben in den letzten Jahren viel Geld in die Geburtshilfe investiert – mit Blick auf die Zukunft. Jetzt aufzugeben, wäre ein völlig falsches Signal.“

Seit vielen Jahrzehnten gibt es eine funktionierende Partnerschaft zwischen der Belegarztpraxis und der Kreisklinik. Die Kreisklinik stellt die Infrastruktur und das Pflegepersonal, die Belegarztpraxis übernimmt die ärztliche Betreuung der werdenden Mütter. Für das ärztliche Personal ist damit ausschließlich die Belegarztpraxis zuständig.

In den vergangenen Jahren wurden erhebliche Summen in die Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus Roth investiert. Diese Investitionen zielten darauf ab, eine hochwertige, wohnortnahe Versorgung für junge Familien zu sichern. Wenn nun die Belegärzte von Überforderung sprechen, dann stellt sich schon die Frage, warum das Modell Belegarzt in der Geburtshilfe an anderen Kliniken gelingt. Eine Partnerschaft funktioniert nur, wenn beide Partner Ihre Aufgaben erfüllenund in das Gelingen verliebt sind, sagt ein Sprichwort. Der Kreistag hat alle Mittel bewilligt um eine der modernsten Geburtsstationen in der Region zu bauen.

„Wir sehen eine große Verantwortung bei unserer Partnerpraxis, ein tragfähiges Konzept für die Sicherstellung der Geburten in der Kreisklinik aktiv und kooperativ zu unterstützen. Die Freien Wähler werden alle sinnvollen Initiativen fördern, die die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis sicherstellt. Die wohnortnahe Versorgung darf nicht aufgegeben werden.“ 

Die Freien Wähler werden sich für eine konstruktive Lösung starkmachen, für eine wohnortnahe medizinische Versorgung. Sei es in der Geburtshilfe oder im kurativen Bereich.

 

Stefanie Schmauser-Nutz​​​, Kreisvorsitzende

Thomas Schneider, ​​​​Fraktionssprecher